Fakten statt falscher Versprechen

Rumours about Germany Bild vergrößern Rumours about Germany (© Auswärtiges Amt)

#rumoursabout Germany: Neue Website des Auswärtigen Amts will Migranten mit Fakten versorgen, um die Fehlinformationen der Schleuser zu entkräften.

Die Fragen sind einfach und greifen unter Migranten und potentiellen Flüchtlingen weit verbreitete Gerüchte wie dieses auf: „Wirst du in Deutschland Willkommensgeld erhalten?“ – „Nein“, lautet die klare Antwort auf einer neuen Informations-Website des Auswärtigen Amts für Migranten: „Trotz anderslautender Gerüchte, die Menschenhändler verbreiten, bezahlt Deutschland kein Willkommensgeld.“

Mit der Website www.rumoursaboutgermany.info setzt das Auswärtige Amt seine seit Herbst 2015 im Ausland laufende, gleichnamige Informationskampagne fort.  Auf der neuen Webseite, die auf Englisch, Französisch und Arabisch verfügbar ist, werden in konzentrierter  Form alle relevanten Informationen für Migranten und Flüchtlinge zusammengeführt  und mit Fakten verbunden. So soll die Website  gängige, von Schleppern im Netz gestreute Gerüchte widerlegen. „Die Seite ist optimal auf dem Smartphone nutzbar und richtet sich in einfacher, klarer Sprache an Menschen, die mit dem Gedanken spielen, nach Deutschland zu kommen, die unterwegs sind oder bereits hier“, erläutert Andreas Kindl, Beauftragter für Strategische Kommunikation,  das Konzept des Online-Angebots. Um die Migranten auf die Website aufmerksam zu machen, wird diese in Deutschland und in den Herkunftsländern über verschiedene Plattformen in den sozialen Medien und über Flyer beworben. Wie der Name #rumoursaboutgermany zeigt, geht es vor allem darum, Fehlinformationen durch Fakten zu ersetzen. In Ländern wie Nigeria, Pakistan oder Algerien kursieren viele Gerüchte über Deutschland und Europa – etwa, dass in Deutschland jeder Flüchtling ein Haus geschenkt bekommt. Häufig streuen Schleuser solche Geschichten gezielt über soziale Netzwerke.

„Wir klären sachlich darüber auf, dass ein Start in Deutschland nicht so einfach ist wie viele denken - ohne dabei in die Falle zu tappen, nur negative Beispiele zu nennen“, sagt Kindl. So entkräfte die Seite beispielsweise das Gerücht, dass man in Deutschland überall mit Englisch weiterkommt oder dass die Regierung jeden mit einem Job versorgt. Andere Artikel richten sich an Menschen, die bereits auf dem oft gefährlichen Weg nach Europa sind, und bringen ihnen Alternativen nahe: Die verschiedenen Unterstützungsprogramme für freiwillige Rückkehr werden ebenso vorgestellt wie humanitäre Programme in den Flüchtlingslagern in Transitstaaten wie Mali, Jordanien oder Libanon und Hilfsprogramme in Herkunftsländern. „Das wichtigste Ziel unserer rumous about Germany-Kampagne ist es, den Schleusern im Netz nicht die Informationshoheit zu überlassen. Mit faktenbasierter Kommunikation wollen wir allen, die über Flucht und Migration nachdenken oder sich bereits auf den Weg gemacht haben, eine ausreichende Informationsgrundlage zur Verfügung stellen und auf diese Weise Klarheit schaffen“, betont Kindl: „Deshalb setzen wir der brodelnden Gerüchteküche vertrauenswürdige Fakten entgegen.“

www.rumoursaboutgermany.info