Deutschland macht Zusage von 53,66 Mio. Euro für Energievorhaben

Solarkraftanlage und Bio-Energie Bild vergrößern Solarkraftanlage und Bio-Energie (© dpa - Report)

Vom 20. bis 22. Oktober hielt sich der persönliche Afrikabeauftragte der Bundeskanzlerin Angela Merkel und des Entwicklungsministeriums (BMZ), Günter Nooke, in der senegalesischen Hauptstadt Dakar auf. Zu hochrangigen politischen Gesprächen traf er den Staatspräsidenten Macky Sall sowie den Energieminister. Herr Nooke verkündete eine Zusage für die deutsch-senegalesische Zusammenarbeit in den Jahren 2016 bis 2018 in Höhe von 53,66 Mio. Euro.

Bei den letzten deutsch-senegalesischen Regierungsverhandlungen war 2012 vereinbart worden, die Zusammenarbeit auf die Bereicheerneuerbare Energie, Energieeffizienz und ländliche Elektrifizierung zu fokussieren. Die bisherigen deutschen Zusagen in dem Sektor belaufen sich auf rund 55 Mio. EUR. Diese Zusammenarbeit wird mit der neuen Zusage weiter ausgebaut. Von den 53,66 Mio. EUR, die jetzt zugesagt wurden, fließen über 50 Mio. EUR in innovative Energievorhaben. Insgesamt sind 34 Mio. EUR für Projekte der Finanziellen Zusammenarbeit vorgesehen und 19,66 Mio. EUR für die Technische Zusammenarbeit. Der Senegal erhält so die Möglichkeit, kostengünstiger und sauberer Energie zu produzieren, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und seiner Bevölkerung bessere wirtschaftliche Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten. Eine neue Komponente der Zusammenarbeit ist ein Bildungsvorhaben, das die Beschäftigungsmöglichkeiten von jungen Menschen im Bereich erneuerbarer Energie und Energieeffizienz verbessern soll.

Senegal ist für Deutschland in Westafrika ein wichtiger Partner. Das Land bringt sich aktiv in internationale Prozesse ein und ist in der westafrikanischen Region ein Stabilitätsfaktor mit lebendiger Demokratie und Zivilgesellschaft. Die guten deutsch-senegalesischen Beziehungen zeigten sich zuletzt beim Besuch des Staatspräsidenten Macky Salls zum G7-Outreach in Elmau, in dessen Verlauf Präsident Sall Gespräche mit Kanzlerin Merkel und Entwicklungsminister Müller führte. Herr Nooke setzte diesen Dialog fort und sprach neben der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit auch Themen wie Migration und Klimaschutz an.